Akkorde

Zum Einen werden jene Akkorde aus der klassischen Kadenz genommen (zur Erinnerung: I, IV, V oder Tonika, Subdominante, Dominante).

Der Dominant Blues

Um nun den typischen Blues-Sound zu bekommen, werden aus allen 3 Akkorden Vierklänge. Doch welcher Ton kommt zum Dreiklang hinzu? Jeder Dreiklang wird um eine dritte kleine Terz ergänzt - dieser Spitzenton des Vierklangs ist vom Grundton aus gesehen eine kleine Septime. An den Akkordnamen wird dann eine 7 hinzugeschrieben, z.B.: E7 (oft auch Dom7 für Dominant-Sept-Akkord - das Warum würde jetzt allerdings mehr verwirren anstatt helfen :-).

Blues-Akkorde Kadenz
Beispiel E7: Von E eine kleine Septime (10 Halbtonschritte) wäre D.
E7 = E + Gis + H + D

Blues-Akkorde Dom7
Der Klangeffekt ist dem Blues somit gleich 2 Lichtjahre näher gerückt. Die 7er Akkorde erzeugen eine größere Spannung als die Dominante eh schon hat. Da alle dazu werden, bleiben sie im Raum stehen, und werden nicht mehr, wie in der klassischen Kadenz üblich, durch die Tonika aufgelöst.

Warum heißt es Dominant Blues?

Wir erinnern uns an das Harmonisieren, dort wurden Akkorde nur mit tonleitereigenen Tönen erstellt (Terzschichtung). In E-Dur, wie in unserem Beispiel, wäre H-Dur die Dominante. Beim Harmonisieren in einen Stufenvierklang (4. Ton hinzufügen), wird er zu H7. Das heißt die Dominante ist als Stufenvierklang immer ein "natürlicher" 7er Akkord.

Der Moll-Blues

Für den Moll-Blues ist es etwas einfacher. Es werden die reinen Moll-Akkorde verwendet. Aber wir erinnern uns an die Kadenz in Moll, dort wurde nur für die Kadenz ausgegangen, das es sich dabei um die harmonische Molltonleiter handelt. Somit wird die Dominante zu einem Dur-Dreiklang. Das bedeutet für uns nun als Beispiel:
E-Moll (I) - A-Moll (IV) - H-Dur

Es wird auch gern ein 7er Akkord aus der Dominante zum Schluß gemacht (siehe auch "Blues 4 Schema"). Nun kann anstelle der Dominante schon aus vier möglichen Akkorden gewählt werden beim Spielen (Moll, Moll7, Dur, Dur7). Und wie immer heißt es, ausprobieren und hören!