Erfahrungsberichte

Hier meine bescheidene subjektive Auswertung von der Technik, die ich bereits in die Finger bekommen habe. Übersicht:

Lösungsweg Min.Kosten Urteil
Akustik PreAmp -> Soundkarte 10-20 mittelmäßig
Akustik PreAmp -> USB-Kabel 15+ gut
Akustik PreAmp -> USB-Audio-Interface 100+ mittel bis gut
USB-Mikrofon 100+ sehr gut
Mikrofon -> USB-Kabel 50-100 gut
Mikrofon -> Soundkarte 30-100 mittelmäßig
Mikrofon -> USB-Audio-Interface 150-200 sehr gut
Mischpult 100-300 sehr gut
Verstärker -> Soundkarte 10-20 mittelmäßig

Hinweise zur Auswertung

  1. Mit "Soundkarte" sind immer die günstigsten Varianten gemeint, u.a. Onboard Chips. Mit qualitativ höherwertigen Soundkarten, welche dann auch "PCI-Audio-Interface" genannt werden, sieht die Sache schon anders aus. Ich persönlich hatte immer Pech mit jeder Art von internen PC-Lösungen (auch teuren).
     
  2. Es wurde immer ein durchschnittlicher, bereits integrierter PreAmp verwendet (400€ Gitarren).
     
  3. Es wurde immer ein "gutes" Mikrofon verwendet (Rode M3). Vor Jahren, bei meinen ersten Versuchen, hatte ich ein sehr günstiges Kondensatormikrofon (20-30€), welches auch schon gute Ergebnisse lieferte.

Mikrofon -> USB-Audio-Interface

Meine zweitbeste Empfehlung ist die Aufnahme mit einem Mikrofon über ein USB-Audio-Interface. Folgende Dinge werden benötigt (in Klammen mein Equipment):

  • Akustik Gitarre & PC
  • USB-Audio-Interface mit XLR-Eingang
    (M-Audio Fast Track MKII)
  • Kondensator Mikrofon (Rode M3)
  • Mikrofonstativ (Millenium MS2002)
  • XLR-Kabel (Cordial CTM 3 FM-SW)
  • Ruhiger "schöner" Raum für Aufnahmen (oder Nachts :-)

Hinweise zum "Fast Track MKII": Vielleicht hab ich ja Pech gehabt, aber das Gerät hat ein leichtes Eigenrauschen (weiß). Weiterhin ist es normal für M-Audio Geräte, dass das "Mikro Gain" für eine brauchbare Aussteuerung bis zum Anschlag hochgezogen werden muss. Thomann empfiehlt da beispielweise lieber die "Presonus Audiobox USB".

Akustik PreAmp -> Soundkarte
Eine "einfache" und direkte Verbindung mit dem PreAmp der Akustik-Gitarre mit der Soundkarte liefert schon erste Ergebnisse. Ich selbst habe eine weniger gute Soundkarte (Realtek Soundchip on Board), und kann die Eingangssignalstärke nicht wirklich ansprechen. Aber bei den meißten Soundkarten ist das Signal des PreAmps sehr schwach, da diese keinen wirklichen Verstärker mitbringen. Somit werden die Aufnahmen prinzipiell leise, und die Audiotracks werden nachträglich lauter gemacht (normalisiert). Das wiederum erhöht das Rauschen. Es gibt Ausnahmen bei den PreAmps, welche ein etwas stärkeres Signal liefern (z.B. die 12saitige Ovation meines Vaters, aber er hat auch eine gute Soundkarte).

Akustik PreAmp -> USB-Kabel
Habe ich nicht getestet, vermute aber, dass es ein etwas besseres Ergebnis liefert als die vorherige Methode.

Akustik PreAmp -> USB-Audio-Interface
Die PreAmps von durchschnittlichen Gitarren (300-500€) liefern halbwegs gute Ergebnisse, aber zufrieden bin ich nie damit. Außerdem ist es auch abhängig vom Zielgerät.

USB-Mikrofon USB
Die einfachste und stressfreiste Methode, reinstecken -> fertig. Je nach Preis unterscheidet sich auch die Qualität, gerade für die Aufnahme von Instrumenten wird es schwieriger, da die meisten für die Stimme ausgelegt sind. Das "Rode NT-USB" ist die beste Wahl, auch für Instrumente -> Studioqualität zum kleinen Preis. Somit meine beste Empfehlung.

Mikrofon -> USB-Kabel
Der heutzutage 16bit Wandler im Kabel liefert mit einem guten Mikro schon gute Ergebnisse. Der Klang ist klar, und das Signal stark genug. Ich habe es mit meinem Kondensator Mikrofon (Rode M3) getestet, welches Phontomspannung benötigt, diese aber selbst liefern kann (Batterie). Bisher habe ich kein solches Kabel gefunden, welches Phantomspannung liefert.

Mikrofon -> Soundkarte
Bei einer direkten Verbindung mit Hilfe eines Adapter-Kabels, welches XLR und kleine Klinke hat, habe ich eine schwache Signalstärke, und somit auch ein Rauschen. Getestet wurde mit einem Kondensator Mikrofon inklusive eigener Versorgung der Phantomspannung.

Mikrofon -> USB-Audio-Interface
Ein gutes Audio-Interface ermöglicht den Anschluß eines Mikrofons, Gitarren-PreAmp, E-Gitarre und oder weiteren Equipments. Es liefert einen Vorverstärker, benötigte Phantomspannung, einen 24bit Wandler, sowie einige Einstellungen. Es gibt auch sehr kostengünstige und kleine mit 16bit Wandler.

Mischpult (-> Audiokarte)
Mit einem Mischpult wird das ganze Leben noch einfacher. Da kann man alles anschließen, von A- und E-Gitarren bis Mikrofonen und was es noch so gibt. Viele analoge Mischpulte bieten auch einen AD-Wandler mit USB-Anschluß. Die Qualität ist immer gut bis sehr gut. Phantomspeisung, Regler und Vorverstärker inklusive. Aber es kann schnell teuer werden, und gefährlich nahe an die 300€ Marke stoßen, welche ich für diesen Bereich anfänglich gesetzt habe.

Beispiel: Alesis Multimix 4 USB

Verstärker und Soundkarte
Die Ergebnisse sind hier so vielfältig, wie es Verstärker und Soundkarten gibt. Von Rauschen, leise, mieser Sound bis zur Zerstörung der Soundkarte (zu hohe Leistung). Bei "schönen" Aufnahmen, wird oft ein Verstärker in einen extra Raum gestellt, und davor ein Mikrofon, denn es ist ja gerade der Klang des Verstärkers der interessant ist.